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aus dem Heft: 2017/05: Self-Tracking. Lifelogging. Quantified Self.
in der Rubrik: publikationen

Holdorf, Katja/Maurer, Björn (Hrsg.) (2017). Spiel-Film-Sprache. Grundlagen und Methoden für die film- und theaterpädagogische Sprachförderung im Bereich DaZ/DaF. München: kopaed. 353 S., 22,80 €.

In Zeiten von Flucht und Migration steht Sprachförderung hoch im Kurs. Auch das Praxishandbuch Spiel-Film-Sprache, herausgegeben von Holdorf und Maurer, zusammen mit Fachleuten aus Medien-, Theaterpädagogik und Sprachdidaktik, knüpft daran an.
Nach einer thematischen Einleitung und einem kurzen Abriss der beteiligten Disziplinen führt das Herausgeberteam in die zentralen Aspekte der Sprachförderung, Filmschauspielpädagogik und Filmgestaltung ein. Dabei überzeugt vor allem die übersichtliche inhaltliche und optische Gestaltung mit Zusammenfassungen, Hervorhebungen und Querverweisen in den Praxisteil. Besonders erwähnenswert sind die zahlreichen didaktischen Hilfestellungen und Verweise auf einzelne Übungen an den Kapitelenden. Nach einem Überblick über die wichtigsten Schritte einer Filmproduktion werden im Praxisteil sechs thematisch orientierte Übungsreihen vorgestellt. Auch hier besticht das Werk durch knappe Angaben zu Zeitanforderung, Gruppengröße und Sprachvoraussetzungen. Jede Einzelübung wird detailliert beschrieben, sodass sie auch ohne Vorkenntnisse angeleitet werden kann. Am Ende der Publikation findet sich zwar kein wünschenswertes Stichwortverzeichnis, dafür erhalten die Lesenden eine Übersicht weiterführender Fachliteratur sowie Hinweise auf eine das Werk begleitende Website mit teils weiterführenden Informationen und Beispielvideos, auf die auch zahlreiche QR-Codes im Text führen.
Spiel-Film-Sprache richtet sich an Lehrende aus dem Bereich Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache und bietet einen geeigneten Einstieg in die film- und theaterpädagogische Sprachförderung. Der Band liefert viele didaktische Informationen zur konkreten Umsetzung und zu möglichen Gefahrenquellen einzelner filmschauspielpädagogischer Elemente, wie dem Einsatz von Emotionen, sowie die fertigen Übungsreihen. Ergänzend dazu erleichtern Hervorhebungen, Info-Kästen und Querverweise den Zugang zum Fachgebiet und geben einen guten Überblick.

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    Autor/innen: Elisa Eberle
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