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2014/01: Machtmittel Medien – Pädagogik ohne Macht

„In der vernetzten Gesellschaft gibt es keine Diskretion – für niemanden", so untertitelt Kay Sokolowsky in der Konkret vom Dezember 2013 seinen Artikel Glasbürgerkunde. Ein globales Netz politischer und wirtschaftlicher Datensammelagenturen sorge dafür, dass jeder Mensch ausgespäht und vermarktet wird: „Was der BND nicht herausfindet, kann er bei Google erfragen; was der Otto-Versand nicht über uns weiß, verrät ihm das Einwohnermeldeamt; was die Bank besonders interessiert, findet sie bei Facebook." Was dann noch fehlt, steuern die Nutzerinnen und Nutzern der Medienwelt bereitwillig – mit oder ohne Wissen und Bewusstsein – selber bie: Sie „exhibitionieren sich nach Kräften – in sozialen Netzwerken und Weblogs, bei Twitter, Instagram oder Flickr. ... Die Nachrichtendienste müssen, was sie erfahren wollen, nicht mehr mühsam besorgen, sie bekommen es frei Haus geliefert." Was Solokowsky hier unverblümt anprangert, verweist auf ein Bündel von gesellschaftlich und individuell gleichermaßen geschaffenen und wirksamen Problemlage: Die umfassenden technischen Möglichkeiten, über die wir heute verfügen können, um unser Leben bequem von zu Hause aus zu gestalten, uns miteinander in Beziehung zu setzen und unsere Meinung in kleineren oder größeren Öffentlichkeiten kundzutun, haben eine Kehrseite: Sie ermöglichen es auch, unsere Lebensführung auszuspionieren, unser Denken und Handeln auf alle Zeiten zu archivieren, unsere Geheimnisse und Intimitäten zu enthüllen, kurz: uns unsere Privatheit zu nehmen.Die Medienpädagogik ist in dieser von ökonomischen Interessen weitgehend beherrschten (Medien-)Welt nicht ohnmächtig, aber sie muss Stellung beziehen sowie viel Ausdauer und Kraft aufbringen bei ihrem Auftrag, die Subjekte zu einem souveränen Leben mit Medien zu befähigen. merz 1/2014 will dafür Argumente liefern und Ansatzpunkte aufzeigen.________________________________________________________________________Leider sind die meisten Abbildungen in der Printausgabe aufgrund eines Druckfehlers unscharf. Wir bitten dies zu entschuldigen!________________________________________________________________________


aktuell

  • Swenja Wütscher: 15 Jahre JIM-Studie
  • Cornelia Pläsken: Mediale Themeninteressen und Informationsaneignung von Jugendlichen
  • Cornelia Pläsken: Mobiler Internetzugang und mobile Internetnutzung europäischer Heranwachsender
  • Elisabeth Jäcklein-Kreis: Stichwort TTIP
  • Elisabeth Jäcklein-Kreis: Mit Kindern im Internet
  • Swenja Wütscher: nachgefragt Dr. phil. Angelika Beranek Sozialpädagogin im Infocafe Neu-Isenburg

thema (jeweils Kurzfassung und Literaturverzeichnis)

  • Helga Theunert: Editorial
  • Friedrich Krotz: Die Institutionalisierung des Internets und warum und wie wir uns dagegen wehren sollten
  • Tanja Thomas und Elke Grittmann: Macht und Ohnmacht in Medienkulturen
  • Niels Brüggen: Wer ist hier der Souverän?
  • Machtmittel Medien – Pädagogik ohne Macht

spektrum (jeweils Kurzfassung und Literaturverzeichnis)

  • Friederike Siller, Jasmin Bastian, Fiona Lenssen und Jenny Mierau: Gute Apps für Kinder
  • Michael Winklmann: Biografie: Ein Spiel
  • Karsten Schuldt und Brigitte Lutz: Verknüpfung von Lernsoftware und Bibliothekssystem – neue Chancen für den Unterricht
  • Katja Batzler und Nadja Winterstein: Blaudes on Tour

medienreport

  • Swenja Wütscher: Auf den Hund gekommen
  • Elisabeth Jäcklein-Kreis: „Wer kein Internet hat, ist schon arm“
  • Tilmann P. Gangloff: Wie Filme entstehen
  • Rebekka Leimig: Wo ist Opas Unterhose?!
  • Swenja Wütscher: Zwischen Dschungel und Koboldhöhle
  • Cornelia Pläsken: Moldin, der Zauberlehrling
  • Elisabeth Jäcklein-Kreis: Ahoi, da gibt‘s was auf die Ohren ...

publikationen

  • Keine Angst vor kleinen Medien …
  • Maya Götz (Hrsg.) (2013). Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen. München: kopaed, S. 880, 29,80 €.
  • Schmidt, Jan-Hinrik (2013). Social Media. Wiesbaden: Springer VS. 108 Seiten, 9,99 €.
  • Schulze, Anne (2013). Internetwerbung und Kinder. Eine Rezeptionsanalyse. Wiesbaden: Springer VS. 250 S., 39,99 €.
  • „Chatten. Teilen. Schützen!“
  • Aktion Jugendschutz (ajs) (2013). Acht- bis Dreizehnjährige. Wir sind doch keine Babys mehr! Schriftreihe Medienkompetenz, Band 2. Stuttgart: Aktion Jugendschutz Baden- Württemberg, 68 S., 6,00 €.
  • Aktion Jugendschutz (2013). Die Jugendlichen „Wir wissen Bescheid – besser als Ihr!“ Band 3 Schriftenreihe Medienkompetenz. 68 S., 6,00 €.
  • Hafeneger, Benno (Hrsg.) (2013). Handbuch Außerschulische Jugendbildung. Grundlagen – Handlungsfelder – Akteure, 2. Aufl. Schwalbach: Wochenschau. 524 S., 49,80 €
  • Hugger, Kai-Uwe (Hrsg.) (2014). Digitale Jugendkulturen. 2. Auflage, Wiesbaden: Springer VS, 336 S., 36,99 €.
  • Limper, Brigitte (2013). Interdisziplinarität und Ästhetische Bildung in der Grundschule. Theorie, Praxis und Evaluation im Kontext von Kunstdidaktik. München: kopaed. 311 S., 19,80 €.
  • Müller, Hans-Rüdiger/Bohne, Sabine/ Thole, Werner (Hrsg.) (2013). Erziehungswissenschaftliche Grenzgänge: Markierungen und Vermessungen – Beiträge zum 23. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Bu
  • Wagner, Wolf-Rüdiger (2013). Bildungsziel Medialitätsbewusstsein. Einladung zum Perspektivwechsel in der Medienbildung. München: kopaed. 330 S., 18.80 €

kolumne

  • Jürgen Ertelt: „StaSi reloaded“

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Herausgeber

Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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