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2015/01: Webvideo

Webvideo und die MedienbildungDer ‚digitale Klimawandel‘ ist im vollen Gange – insbesondere bei jüngeren Zielgruppen. Das Internet wird von 14- bis 29-Jährigen bereits mehr als doppelt so viel wie das linear verbreitete Fernsehen genutzt und 70 Prozent von ihnen beschäftigen sich bereits regelmäßig mit Videoportalen. Als Begründung geben fast 60 Prozent der Befragten an, dass sie sich nicht durch Sendezeiten unter Zeitdruck setzen lassen wollen, so die ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 (Meier 2014). Was über Jahrzehnte hinweg völlig normal war – feste Sendezeiten –, verwandelt sich scheinbar in ein Ärgernis.Die JIM-Studie 2014 (MPFS 2014) fragte Jugendliche im Alter von zwölf bis neunzehn Jahren, nach dem aktuell „beliebtesten Internetangebot“ (mit der Frage „Gibt es ein oder mehrere Angebote im Internet, die du zur Zeit besonders gut findest?“, MPFS 2014, S. 25) – mit dem Ergebnis: Die Videoplattform YouTube erhielt mit 30 Prozent die meisten Stimmen, erst dann folgen Facebook (23 %) und andere Angebote. YouTube ist für Jugendliche vor allem eine bedeutende Social Community, nicht nur eine Video-Plattform, die anderen den Rang abgelaufen hat. Das belegt auch: Ein eigenes YouTube-Konto haben laut JIM Studie 2014 bereits jede zweite Nutzerin und jeder zweite Nutzer von Videoportalen und somit die Möglichkeit, auf der Plattform in Form von Filmen, Bewertungen und Kommentaren selber aktiv zu sein (MPFS 2014, S. 27). Dass davon nicht allzu häufig Gebrauch gemacht wird, sei der Vollständigkeit halber auch erwähnt.Trotzdem muss gefragt werden: Muss Medienbildung mit Blick auf Webvideo neu ansetzen? Gilt es hier eine audio­visuelle Evolution neu- und mitzugestalten? Diese Frage (und mehr) sind Gegenstand von merz 1/2015. Und um es vorweg zu nehmen, lautet die wenig überraschende Antwort: Ja!


aktuell

  • Cornelia Pläsken: JIM-Studie 2014
  • Swenja Wütscher: Jung und vernetzt
  • Rebekka Leimig: Grimme-Institut und Universität zu Köln forschen gemeinsam über Digitales
  • Cornelia Pläsken: Medienbildung an deutschen Schulen
  • Cornelia Pläsken: stichwort mBook
  • Swenja Wütscher: nachgefragt Ida Pöttinger, Vorsitzende der GMK

thema (jeweils Kurzfassung und Literaturverzeichnis)

  • Lars Gräßer und Markus Gerstmann: Broadcast yourself? - Webvideo und die Medienbildung
  • Lars Gräßer: Reichweiten
  • Nicola Döring: Die YouTube-Kultur im Gender-Check
  • Lars Gräßer: „Wofür will ich stehen?“
  • Karsten D. Wolf: Bildungspotenziale von Erklärvideos und Tutorials auf YouTube
  • Daniel Seitz: Lernen mit und über Webvideo
  • Markus Gerstmann: „Schau dir das mal an, das ist richtig krass ...“

spektrum (jeweils Kurzfassung und Literaturverzeichnis)

  • Stefan Piasecki: „Kondensstreifen der Online- Sozialisation“
  • Gabriele Hooffacker: Die Möglichkeiten und Grenzen der Wikipedia vermitteln Wissenskonstruktion und -dekonstruktion in der Hochschuldidaktik
  • Tanja Witting: Spielverderber
  • Bernward Hoffmann: KinderFilmUni als medienpädagogisches Projekt der Filmbildung
  • Anselm Sellen und Karsten Lucke: Phonehenge – Ein Projekt an der Schnittstelle zwischen digitalen Medien und kultureller Bildung

medienreport

  • Rebekka Leimig: Rockstars brauchen doch kein Einmaleins!
  • Sebastian Pflüger: „In war not everyone is a soldier“
  • Swenja Wütscher: Faszination Medien
  • Cornelia Pläsken: Mit saurer Milch und Würstchen mit Vanillesoße gegen die schlechte Laune

publikationen

  • Bostelmann, Antje/Fink, Michael (2014). Digital Genial. Erste Schritte mit Neuen Medien im Kindergarten. Berlin: Bananenblau.
  • Cannellotto, Luca (2014). Digitale Spiele und Hybridkultur. Glückstadt: vwh. 148 S., 24,50 €.
  • Carstensen, Tanja/Schachtner, Christina/ Schelhowe, Heidi/Beer, Raphael (Hrsg.) (2014). Digitale Subjekte. Praktiken der Subjektivierung im Medienumbruch der Gegenwart. Bielefeld: transcript. 300 S., 24,99 €.
  • Demmler, Kathrin/Lutz, Klaus/Ring, Sebastian (Hrsg.) (2014). Computerspiele und Medienpädagogik. Konzepte und Perspektiven. München: kopaed. 260 S., 18 €.
  • Hahn, Kornelia/Stempfhuber, Martin (Hrsg.) (2015). Präsenzen 2.0. Körperinszenierung in Medienkulturen. Wiesbaden: Springer VS. 247 S., 34,01 €.
  • Lauffer, Jürgen/Röllecke, Renate (Hrsg.) (2014). Lieben, Liken, Spielen. Digitale Kommunikation und Selbstdarstellung Jugendlicher heute. Medienpädagogische Konzepte und Perspektiven. Beiträge aus Forschung und Praxis – Prämierte Medienprojekte. Dieter Ba

kolumne

  • Jürgen Ertelt: Ferien auf Neuland

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