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Tilmann P. Gangloff: Wie Filme entstehen

    Zur Person

    Bundesverband Jugend und Film (Hrsg.) (2012). Film: Wie geht das eigentlich? DVD und ROM-Teil.

    Wer sich schon lange für Medienpädagogik engagiert, dem muss die Doppel-DVD Film: Wie geht das eigentlich? wie die Erfüllung eines langgehegten Wunsches vorkommen. Das umfangreiche Angebot übertrifft in Schrift, Bild und Ton alle Erwartungen: Es gibt praktisch keinen Aspekt rund um das Medium Film, den Autorin Rotraut Greune nicht erklärt. Der besondere Vorzug dieses Medienpakets ist seine Vielseitigkeit: Zu sämtlichen Themen gibt es Multimedia-Präsentationen und Arbeitsmaterialien, die sich größtenteils auf die mitgelieferten Filmbeispiele beziehen. Als besonders wertvoll für die medienpädagogische Arbeit erweisen sich die Multimedia-Präsentationen, deren Sichtungszeit allein schon über hundert Minuten in Anspruch nimmt. Hier wird unter anderem die Entwicklung eines Films von der Idee über das Drehbuch bis zur Produktion beschrieben. In mehreren Einzelbeiträgen wird erläutert, wie Film technisch funktioniert. Neben Schnitt, Ton und Tricks wird auch die Syntax des Films erklärt, und zwar stets anhand konkreter Beispiele. Auf diese Weise lernen die jungen Nutzerinnen und Nutzer anhand so unterschiedlicher Produktionen wie Das Sams und dem ARD-Märchen vom Tapferen Schneiderlein, warum es sinnvoll ist, eine Action-Szene schnell zu schneiden und in einer Liebesszene besser auf Schnitte zu verzichten. D

     

    ie Erläuterungen werden stets kindgerecht vorgetragen, sind inhaltlich aber zum Teil derart anspruchsvoll, dass selbst gestandene Medienpädagoginnen und -pädagogen noch dazulernen können. Die zweite DVD bietet Making of-Berichte bekannter Kinderfilme. Ungleich ergiebiger für die medienpädagogische Arbeit ist allerdings der ROM-Teil dieser DVD, denn er enthält die Arbeitsblätter zu den Kurzfilmen auf DVD 1. Die Vorschläge richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und bieten reichhaltige Anregungen für diverse Unterrichtseinheiten zum Thema Film. Die Unterteilung der DVD in einzelne Module erweist sich als ausgesprochen praktikabel, weil man sich als Nutzerin oder Nutzer auf diese Weise seine eigene Vorgehensweise zusammenstellen kann. Gerade der ROM-Teil beeindruckt zudem durch seinen Einfallsreichtum. Natürlich gehören das Basteln von Streifen- oder Daumenkinos zum kleinen Einmaleins der Einführung in das Medium Film, aber einige andere Vorschläge und Anregungen für die Unterrichtsgestaltung zeugen von großer Sorgfalt und der Liebe zum Detail, mit der das Medienpaket gestaltet worden ist. Ein Klick auf den entsprechenden Begriff genügt, und die DVD präsentiert einen Bastelbogen für eine Wundertrommel oder eine Kopiervorlage für ein Streifenkino. Die verschiedenen Unterrichtseinheiten erstrecken sich je nach Modul über zwei bis acht Schulstunden. Das Themenspektrum orientiert sich an den Multimedia-Präsentationen.

    Für viele Aspekte stehen zusätzliche Arbeitsblätter zur Verfügung. Sehr nützlich sind auch die Hinweise auf weitere Materialien für den Unterricht, darunter Webseiten für Lehrkräfte, Sachbücher, Praxisleitfäden oder Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung. Herausgeber der DVD Film: Wie geht das eigentlich? ist der Bundesverband Jugend und Film (BJF). Sie erscheint im Rahmen der Reihe Durchblick. Unter diesem Sammelnamen veröffentlicht der BJF herausragende Kinder- und Jugendfilme für die nichtgewerbliche Auswertung. Informationen zum BJF sowie zur DVD und die verschiedenen preislichen Konditionen (Kaufpreis, Leihgebühren) gibt es unter www.bjf.info und www.durchblick-filme.de.

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