Zum Hauptinhalt springen

Digitalität als Kennzeichen des Pädagogischen! Strukturelle Veränderungen und neue Herausforderungen

Einsendeschluss: 31.01.2020

Pädagogisches Handeln in seinen vielfältigen Arbeitsfeldern (Elementarbereich, Erwachsenenbildung oder Soziale Arbeit usw.) lässt sich nicht ohne den jeweiligen gesellschaftlichen Kontext denken. Es vollzieht sich in diesem Kontext und bezieht gleichermaßen seine Themen aus ihm. Damit steht pädagogisches Handeln auch immer in unmittelbarer Abhängigkeit von Veränderungen der Umwelt. Ausgehend vom jeweiligen Zeitpunkt können solche Änderungen als Blick in eine ungewisse Zukunft betrachtet und unterschiedlich bewertet werden: So lassen sich bestimmte Entwicklungen als Chancen für pädagogisches Handeln begreifen. Andere wiederum erscheinen eher als Herausforderungen für pädagogische Praktikerinnen, Organisationen oder deren Adressatinnen. Dies gilt auch für die Veränderungen, die seit mehreren Jahren mit dem Begriff der Digitalisierung verbunden sind. Der zunehmende Einsatz Digitaler Medien in Lehr-Lernkontexten und die damit verbundenen Bemühungen zur Integration onlinebasierter Informations- und Kommunikationstechnologien hat zu teils heftigen Debatten in pädagogischen Arbeitsfeldern geführt. Inzwischen ist die Integration von Offline- und Onlinesphären in unserer Umwelt so gut wie abgeschlossen und damit eine Kultur der Digitalität (Stalder 2016) etabliert. Dies zeigt sich nicht nur anhand unserer alltäglichen Kommunikationspraktiken, sondern hat darüber hinaus zu erheblichen Veränderungen in der pädagogischen Praxis geführt. So haben sich bspw. die Geschwindigkeit der Arbeitsprozesse beschleunigt und die Reichweite pädagogischer Interventionen durch Raum- und Zeitflexibilisierungen deutlich erhöht. Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, benötigen pädagogische Praktiker*innen nicht mehr nur Kompetenzen im Umgang mit Medien, sondern auch eine auf Medienbildung bezogene Sensibilität für die Auswirkungen von Digitalität auf die Adressat*innen und deren Umfeld. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage, auf welche Art und Weise sich pädagogisches Handeln auf diese Konstellation beziehen lässt: Stellen onlinebasierte Lern- und Arbeitskontexte „nur“ neue Variationen bisher in Offlinekontexten durchgeführter pädagogischer Lehr-Lernkontexte dar oder lässt sich Digitalität als strukturell neues Element des Pädagogischen begreifen? Welche Konsequenzen hat dies für pädagogische Arbeitsprozesse und -bündnisse? Mit welchen strukturellen Veränderungen setzen sich pädagogisch Professionelle und deren Adressatinnen auch jenseits formaler Lehr-Lernkontexte auseinander? Mit dem etwas zugespitzten Titel fragt das Heft nach Veränderungen und Herausforderungen im pädagogischen Handeln im Kontext von Digitalität. Mögliche Schwerpunkte betreffen folgende Fragestellungen:

Mit dem etwas zugespitzten Titel fragt das Heft nach Veränderungen und Herausforderungen im pädagogischen Handeln im Kontext von Digitalität. Mögliche Schwerpunkte betreffen folgende Fragestellungen:

  • Wie verändern sich pädagogische Settings durch erweiterte Möglichkeiten der Kontrolle/Überwachung?
  • Welche Rolle spielen Datafizierung/Big Data in der pädagogischen Praxis?
  • Welche Dimensionen von Medienkompetenz werden bei Pädagog*innen und ihren Adressat*innen im Digitalzeitalter relevant?
  • Inwiefern verändert sich die pädagogische Arbeit durch eine die Digitalität bezeichnende technische Beschleunigung?

Aufgerufen zur Einreichung sind bisher unveröffentlichte Beiträge, die sich den oben beschriebenen Konstellationen, (strukturellen) Veränderungen und den sich daraus ergebenden professions- wie organisationstheoretischen Herausforderungen widmen. Diese unterliegen einem Reviewverfahren. Von Interesse sind darüber hinaus auch Beiträge, die sich aus Sicht der pädagogischen Praxis mit den genannten Themen beschäftigen und den wissenschaftlichen Blick um eine weitere Perspektive bereichern. Es sind explizit alle pädagogischen Fachrichtungen zur Einreichung theoretischer oder empirischer Beiträge und einer entsprechenden Positionierung eingeladen. Diese können als sogenannte Rubrikenbeiträge „Aus der Profession“ und „Aus der Disziplin“ ohne Reviewverfahren bei den Themenheftherausgeberinnen eingereicht werden.

 

 


Zurück

In merz suchen

Volltextsuche

Ausgabe nach Jahrgang

Beiträge nach Medien

Kontakt

Redaktion

merz | medien + erziehung
Kati Struckmeyer
Arnulfstraße 205
80634 München

+49 89 689 89 120
+49 89 689 89 111
merz@jff.de

Verlag

kopaed verlagsgmbh
Arnulfstr. 205
D-80634 München

+49 89 688 900 98
+49  89 689 19 12
www.kopaed.de
info@kopaed.de

Rechtsträger

JFF – Jugend Film Fernsehen e. V.
Arnulfstraße 205
80634 München

+49 68 989 0
+49 68 989 111
www.jff.de
jff@jff.de

Herausgeber

Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Kontaktformular

Kontaktformular