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Inklusive Medienbildung in einer mediatisierten Welt - #mpaed2022

Fragen um (digitale) Medien und deren Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe können in der medienpädagogischen Auseinandersetzung bereits auf eine lange Tradition zurückblicken. So sind Emanzipation und Partizipation von Heranwachsenden und Erwachsenen in der Tradition einer handlungsorientierten Medienpädagogik als grundlegende Zieldimensionen von Theoriebildung und Praxis zu verstehen (vgl. Schell 2005). 

Angesichts aktueller Medienentwicklungen ist die Schaffung von Teilhabemöglichkeiten als Voraussetzung für Inklusion zunehmend an Digitalität und digitale Infrastrukturen gebunden. So können bestehende materielle, kulturelle und soziale Unterschiede sowie Mediennutzungspräferenzen und -erfahrungen zu einer Reproduktion von Ungleichheit in der Gesellschaft führen (vgl. u. a. 2007; Niesyto 2009). Trotz dieser Herausforderungen darf nicht außer Acht gelassen werden, welche Chancen und Potenziale digitale Medien zur Teilhabe und Partizipation eröffnen. So sind sie häufig nicht nur anschlussfähig an assistive Technologien, sondern ermöglichen auch individuelle Förderung und Diagnostik und können schließlich auch dazu beitragen, durch ihre Darstellungsformen stereotypen und stigmatisierenden Bildern entgegenzuwirken (vgl. Bosse et al. 2019).

Vor diesem Hintergrund möchte die Tagung ‚Inklusive Medienbildung in einer mediatisierten Welt: Medienpädagogische Perspektiven auf ein interprofessionelles Forschungsfeld‛ der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) ansetzen. Die Veranstaltung soll in hybrider Form am 22. und 23. September 2022 an der Universität Bielefeld und online stattfinden und Benachteiligungen und Exklusionsrisiken, aber auch Potenziale einer ‚Inklusiven Medienbildung‛ in den Blick nehmen.

 

Interessierte sind herzlich eingeladen, Beiträge zu folgenden Themen einzureichen:

  • Theoretische Auseinandersetzungen mit medienpädagogischen Begrifflichkeiten und Konzepten in der Perspektive von Inklusion und Teilhabe, u. a. Inklusive Medienbildung.
  • Empirische Arbeiten im Kontext von Medien, Inklusion und Teilhabe mit Bezug auf verschiedene pädagogische Handlungsfelder/Bildungskontexte, u. a. Schule, Beruf, Frühe Bildung, Erwachsenenbildung, kulturelle Bildung, Soziale Arbeit.
  • Gestaltung von (Medien-)Bildungskonzepten unter der Perspektive von Inklusion und Teilhabe, u. a. digitale Barrierefreiheit und/oder Universal Design.
  • Zugänglichkeit von und Teilhabe durch (Bildungs-)Medien, u. a. Open Educational Resources (OER).
  • Digitale Technologien vor dem Hintergrund von Teilhabe und Benachteiligungen, u.a. Algorithmen, künstliche Intelligenz (KI).
  • Professionalisierung (medien-/päd. Fachkräfte) unter der Perspektive von Teilhabe/Inklusion in (medien-)pädagogischen Handlungsfeldern, u. a. in Hochschule, Schule, Erwachsenenbildung und Sozialer Arbeit.

 

Neben der Einreichung von Abtracts zu den benannten Themen besteht die Möglichkeit zur themenunabhängigen Präsentation, beispielsweise von (Zwischen-)Ergebnissen aus laufenden Forschungsprojekten, die einem eigenen Panel im Programm versammelt sein können. Die Beiträge der Herbsttagung werden den Kern des Jahrbuchs Medienpädagogik 20 formieren. 

 

Einreichungen sind bis zum 31. März 2022 möglich.

 

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Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
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