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Making und Makerlabs

Um die Bedeutung von Makerlabs im Bildungsbereich zu analysieren, stehen vor allem drei wichtige Begriffe und Grundsäulen im Mittelpunkt: Making, Makerspaces und Maker*innen.In den Makerspaces treffen sich seit 20 Jahren ihrer Leidenschaft wegen und basteln, bauen, programmieren gemeinsam, nutzen die Möglichkeiten eines Fablabs, beteiligen sich an Messen, ohne aber konkrete Lernziele im Auge zu haben. Making meint vor allem ein Set von Aktivitäten, mit Lernzielen im Hinterkopf der Lehrenden, die im Klassenzimmer, aber auch in Büchereien, Museen, Fablabs, Garagen oder auch zuhause stattfinden können. Maker*in zu sein, ist schließlich auch eine (subversive) Form von Identität, ein Habitus, ein Lebensgefühl, das einen hohen Grad der (Lern-)Motivation ausmacht. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass das öffentliche Bild von Makerlabs häufig von weißen Männern dominiert und deshalb aus Gender-Perspektive auch oft kritisiert wurde.

Insgesamt empfiehlt es sich, neben fachdidaktischen Perspektiven auch auf Spurensuche nach medienpädagogischen Anknüpfungspunkten zu gehen, mit deren Hilfe die vorwärtsstrebenden Ideen der Makerspaces im traditionellen Bildungssystem – von den Schulen, Hochschulen bis zu weiteren Bildungseinrichtungen – Wurzeln schlagen könnten.

Deswegen widmet sich MEDIENIMPULSE in einer eigenen Schwerpunktausgabe im Dezember dem Thema Making und Makerlabs. Hierfür können Beiträge zu folgenden Themen eingereicht werden:

  • Welche Erfahrungen haben (Medien-)Pädagoginnen und -pädagogen mit Medienkritik in Makerlabs gemacht und wie gestaltete sich dabei ihre (mediale) Unterrichtspraxis?
  • Welche konkreten medienpraktischen Projekte wurden in Makerlabs durchgeführt und zu welchen Ergebnissen führten sie?
  • Wie lässt sich das Making im Sinne einer handlungsorientierten Medienpädagogik begreifen?
  • Welche Rolle kommt im Kontext des Making der Handhabe und Bearbeitung materieller Artefakte und damit dem ‚Begreifen‘ eines Sachverhalts zu?
  • Welche Bedeutung hat Medienkritik angesichts von Making und Makerspaces im deutschsprachigen Raum und insbesondere in Österreich?
  • Wie sinnvoll ist es tatsächlich, die Making-Idee in Schulen, Hochschulen und in die Erwachsenenbildung hineinzutragen? Welchen Wert hat es, Makerspaces an Bildungseinrichtungen zu etablieren?
  • Welche pädagogischen, fach- und mediendidaktischen Leitlinien sollten die Werkstattarbeit in (hoch-)schulischen Makerspaces prägen, um ein interdisziplinäres und partizipatives forschend-entdeckendes Lernen zu ermöglichen?
  • Welche Rolle kommt dem Making in seinen sozialen und technologischen Aspekten angesichts des digital-kybernetischen Kapitalismus zu?
  • Wurde aus dem Anspruch der Makerlabs, Selbstbestimmung und Medienkritik beim Lernen zu fördern, eine verordnete Form der neoliberalen Selbstregulierung und Selbstoptimierung, die auch vor kindlichen und jugendlichen Lebenswelten nicht Halt macht?
  • Laufen Makerspaces Gefahr, durch die Imperative von Institutionen und deren Machtgefüge korrumpiert zu werden? Kommt es also wie so oft zur „Korruption einer schönen Idee“ (Gerd Bräuer)?

Einreichung der Artikel

Falls der Beitrag ein Peer Review-Verfahren durchlaufen soll, müssen diese bis spätestens 15. November 2020 eingereicht werden. Artikel ohne Peer-Review-Verfahren können bis zum 25. November 2020 übersendet werden.

Die Rahmenbedingungen für einen Beitrag und dessen Einreichung sind hier zu finden.

Weitere Informationen

 

 


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Herausgeber

Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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