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Zeitschrift für Hochschulentwicklung: Flexibles Lernen an Hochschulen gestalten

Für das Sonderheft der Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZFHE) zum Thema "Flexibles Lernen an Hochschulen gestalten" werden noch Beiträge gesucht.

Hinweis zum Sonderheft

Das Sonderheft steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Higher and Professional Education Forum 2019 „Flexibles Lernen an Hochschulen gestalten“ am 15. November 2019 in Winterthur/Zürich. Die Autorinnen und Autoren der akzeptierten Einreichungen bekommen dort die Möglichkeit, ihre Arbeiten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu präsentieren. Die Publikation im Sonderheft ist an folgende Voraussetzungen geknüpft: Die Autorinnen und Autoren reichen einen Abstract zum Forum ein und nehmen zwingend an diesem teil.

Zum Themenschwerpunkt

Die zunehmenden Herausforderungen an Hochschulen, sei es der digitale Wandel oder das zunehmend kompetitive Umfeld mit anspruchsvollen, hochgradig mobilen und globalisierten Studierenden, führen dazu, dass von Hochschulen mehr Flexibilität und Individualisierung in ihren Bildungsangeboten erwartet wird. Flexibles Lernen oder Flexible Learning ist ein breiter Begriff mit unterschiedlichen Interpretationen. Ganz allgemein formuliert, sollen flexible Lernangebote durch verschiedene Optionen den Studierenden ermöglichen, ihre Aus- und Weiterbildung bestmöglich an ihren individuellen Lebenskontext anzupassen. Im Zentrum von flexiblem Lernen stehen damit die Lernenden mit ihren Bedürfnissen und die Bildungsangebote sollen ihnen die Möglichkeit geben, selber zu entscheiden, was, wann, wie und wo gelernt wird. Heutzutage wird flexibles Lernen vor allem durch den Einsatz neuer Technologien realisiert. Flexibles Lernen, digitales Lernen, Blended oder Distance Learning werden denn auch häufig sinngleich verwendet. Flexibles Lernen ist aber weit mehr ist als nur der Einsatz von neuen Technologien. Diese dienen aber als wichtige Enabler, mit denen flexible Lernumgebungen gestaltet werden können.

Bei der Implementation von flexiblem Lernen müssen zwei Perspektiven adressiert werden. Die institutionelle Perspektive stellt Fragen, wie die Lernorganisation und die didaktische Ausgestaltung aussehen müssen, um beispielsweise den zeitlich und räumlich unabhängigen Zugriff auf Lernressourcen zu gewährleisten, oder wie Schnittstellen zwischen der akademischen Ausbildung und deren Umsetzung in die Praxis gestaltet werden können. Aus Sicht der Lernenden muss beachtet werden, dass flexibles Lernen Studierende in die Lage versetzt, einen selbstbestimmten Lernweg zu wählen und das Lernen entsprechend selbst zu regulieren. Sie sind stärker als zuvor für den eigenen Lernprozess verantwortlich. Dies stellt auch höhere Anforderungen an das persönliche Zeitmanagement und die Selbstregulation.

Die Beiträge dieses Sonderheftes sollen einen Überblick über den Forschungsstand zu flexiblem Lernen geben und insbesondere die Möglichkeit bieten, innovative Praxisprojekte und ‑erfahrungen in der akademischen Grund- und Weiterbildung vorzustellen und zu diskutieren. Dabei können unter anderem folgende Fragen leitend sein:

  • Welches sind lerneffektive didaktische Designs von felxiblen Studiengägnen, Modulen und Kursen?
  • Welche Chancen und Risiken birgt das flexible Studium, z. B. bei der Verzahnung von Theorie und Praxis?
  • Welche Merkmale und Bedürfnisse haben Lernende beim flexiblen Studium?
  • Inwieweit verändern sich die Aufgaben und Rollen der Dozierenden durch die Flexibilisierung des Studiums?
  • Welche Rolle kommt dem Einsatz von digitalen Technologien beim flexiblen Lernen zu?
  • Wie nutzen Studierende die (digitalen) Lernressourcen (z. B. Lernvideos)?
  • Wie wird das flexible Studium strategisch geplant und implementiert?
  • Welches ist die Akzeptanz und Wirksamkeit von flexiblem Lernen in unterschiedlichen Lehr- und Lernkontexten?

Hinweise zur Zeitschrift

Die ZFHE ist ein referiertes Online-Journal für wissenschaftliche Beiträge mit praktischer Relevanz zu aktuellen Fragen der Hochschulentwicklung. Der Fokus liegt dabei auf den didaktischen, strukturellen und kulturellen Entwicklungen in Lehre und Studium. Dabei werden in besonderer Weise Themen aufgenommen, die als innovativ und hinsichtlich ihrer Gestaltungsoptionen noch als offen zu bezeichnen sind.

Die ZFHE wird von einem Konsortium von europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern herausgegeben.

Informationen zur Einreichung

Wissenschaftliche Beiträge: Wissenschaftliche Beiträge innerhalb des Schwerpunktthemas sollten folgende Kriterien erfüllen: Der Beitrag…

  • bietet innovative Perspektiven, Argumente, Problemanalysen etc. auf das Schwerpunktthema;
  • fokussiert wesentliche Aspekte des Schwerpunktthemas;
  • ist theoretisch fundiert, d. h. er bietet eine deutliche Anbindung an den wissenschaftlichen Diskurs zu dem bearbeiteten Thema;
  • bietet zumindest in Teilen einen Zugewinn an wissenschaftlichen Erkenntnissen;
  • macht die Methodik der Erkenntnisgewinnung transparent;
  • folgt konsistent einschlägigen Regeln der Zitation (APA-Stil, 6. Auflage);
  • umfasst maximal 33.600 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt, Literatur- und Autorenangaben).

Werkstattberichte beziehen sich auf die instruktive Darstellung von Praxiserfahrungen, ‚Good Practice‘, Gestaltungskonzepten, Modellvorhaben etc. Werkstattberichte sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • Potential zum Transfer auf andere Praxisbereiche;
  • Herausarbeitung generalisierbarer Aspekte und Faktoren im Sinne einer Theoriebildung;
  • Systematik und Transparenz der Darstellung (z. B. keine unverständlichen Hinweise auf Spezifika und Details in einem Praxisfeld);
  • konsistente Befolgung einschlägiger Regeln der Zitation (APA-Stil, 6. Auflage);
  • Umfang von maximal 21.600 Zeichen (inkl. Leerzeichen sowie Deckblatt, Literatur- und Autorenangaben).

Zeitplan

15. Juni 2019 – Deadline zur Einreichung des vollständigen Beitrags

15. Juli 2019 – Rückmeldung/Reviews

31. August 2019 – Deadline Überarbeitung

November 2019 – Publikation


Weitere Informationen zum Review-Verfahren und der Einreichung finden Sie hier.


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Herausgeber

Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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