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Medien, Bildung, Nachhaltige Entwicklung – Inter- und Transdisziplinäre Perspektiven

Abstracts bis 31.08.2022 an bjoern.maurer@phtg.ch

Der Begriff Nachhaltigkeit beschreibt eine systemische Perspektive auf gesellschaftliche Transformations- und Entwicklungsprozesse, die die Zukunftsfähigkeit des Verhältnisses von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft reflektiert. Im Sinne eines Leitbilds für die Entwicklung von Gesellschaften zielt Nachhaltigkeit auf die Bewältigung aktueller wie zukünftiger Herausforderungen im systemischen Zusammenhang von Individuum und Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt ab (vgl. von Hauff 2014; Pufé 2017). Damit sind normative Setzungen wie zum Beispiel die Bewahrung des ökologischen Systems als Lebensgrundlage, die Aufrechterhaltung der Wirtschaftskraft zur Steigerung beziehungsweise zur Aufrechterhaltung der Lebensqualität und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts auf der Grundlage von Humanität, Freiheit und Gerechtigkeit verbunden (vgl. u.a. Pufé 2017, S. 22; von Hauff 2014, S. 31-44).

 

Im geplanten Sammelband sind folgende Beiträge willkommen:

  • Theoretisch-konzeptionelle Texte, die sich einer oder mehreren der unten aufgeführten Fragen widmen.

  • Texte, die aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten zum Themenfeld des Calls erwachsen sind.

  •  Texte, die pädagogisch-didaktischen Fragestellungen zum Themenfeld nachgehen.

  •   Texte, die Bildungsprogramme / Einzelprojekte / Good Practice im Schnittfeld von nachhaltiger Entwicklung, Digitalisierung, Medienpädagogik beschreiben und reflektieren.

 

Fragestellungen / Anknüpfungsmöglichkeiten für Beiträge

  • Welche Zusammenhänge von Digitalisierung und Nachhaltigkeit lassen sich mit Blick auf gesellschaftliche Transformationsprozesse beobachten? Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für Bildung und Bildungskontexte?

  • Inwieweit sind etablierte Konzepte und Modelle der Medienpädagogik anschlussfähig an BNE-Themen? Wie wären darin Nachhaltigkeitsaspekte zu verorten? Sind für eine verstärkte Integration von BNE-/Nachhaltigkeitsdiskursen, konzeptionelle Anpassungen oder Erweiterungen in der medienpädagogischen Theoriebildung erforderlich?

  • Welche Perspektiven eröffnet die Medienpädagogik für Diskurse um BNE? Welche Perspektiven eröffnen Diskurse um BNE für die Medienpädagogik?

  •  Welche Anliegen, Themen, Theorien, Forschungsgegenstände und Praxen teilt die Medienpädagogik mit der BNE? Wie lassen sich beide Richtungen voneinander abgrenzen? Welche Verbindungen lassen sich jeweils mit Blick auf das Bildungsverständnis nachzeichnen? Besteht u.U. die Gefahr einer inflationären Verwendung des Begriffs Nachhaltigkeit im medienpädagogischen Kontext? Etwa, indem jede Form von Reflexion, von Empowerment, von Medienkritik etc. mit der Nachhaltigkeitsbrille betrachtet wird?

  •  Bislang kreist ein Grossteil der medienpädagogischen Diskurse zu Nachhaltigkeit um ökologische Themen wie Energie- und Ressourcenverbrauch in Verbindung mit der individuellen Mediennutzung (z. B. Streaming, ökologischer Rucksack, ...) und um gesellschaftliche Fragen (z.B. Umgang mit Desinformation, Datenschutz und Informationelle Selbstbestimmung, Ethik und KI; ...). Weniger im Fokus medienpädagogischer Überlegungen ist der ökonomische Bereich. Inwieweit müsste Medienpädagogik ihre Klientel nicht nur befähigen, dem unregulierten, digitalen Kapitalismus kritisch gegenüberzutreten, sondern auch selbst als potenzielle Unternehmer*innen zukünftig sozial und ökologisch verantwortungsvoll zu wirtschaften - im Sinne einer nachhaltigen Entrepreneurship-Education? Wie können diese beiden Perspektiven möglicherweise auch Hand in Hand gehen?

  • Lange (2020) legt den Vorschlag vor, dass Digitalisierung nicht als selbstverständliches Moment gesellschaftlicher Transformationsprozesse angesehen wird, sondern vielmehr andere Fragen gesellschaftlicher (Weiter)Entwicklung als Orientierung in den Fokus rücken sollten (z.B. Lebensgrundlage für zukünftige Generationen), und dann erst die Frage danach zu stellen ist, welchen Beitrag Digitalisierung bzw. Medien hierbei leisten können (Lange 2020, S. 10). Was lässt sich aus dieser Perspektive auf gesellschaftliche Transformationsprozesse für die Medienpädagogik ableiten?

  • Nachhaltigkeit zielt auf eine Balance von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt ab. Welchen Beitrag kann die Medienpädagogik dazu leisten, Bildungsprozesse tatsächlich im Spannungsfeld dieser drei Ebenen zu verorten? Inwieweit müsste verstärkt Fachwissen aus Umwelttechnik, Informatik, ... einbezogen werden?

 

Umfang der Beiträge

Theoretisch-konzeptionelle und empirische Beiträge sollten im Umfang von max. 20.000 - 25.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, ohne Abstract und Literaturverzeichnis) liegen. Praxisbezogene Beiträge haben einen geringeren Umfang (10.000-14.000 Zeichen). Zitations- und Formatierungshinweise folgen nach Annahme der Abstracts.

 

Abstracts

Abstracts zu geplanten Beiträgen, welche sich mit oben angeführten Themen befassen, sollten im Umfang von max. 2000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, ohne Literaturverzeichnis) bis zum 31. August 2022 an bjoern.maurer@phtg.ch gesendet werde

 

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Herausgeber*in

Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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