Zum Hauptinhalt springen

Bewegtbildnutzung bei Kindern 2019

Mit Computer, Laptop, Smartphone, Tablet und Spielkonsole ist die Vielfalt der Mediengeräte, zu dem Kinder Zugang haben, gewachsen. ARD, ZDF und KiKA haben eine qualitative und drei quantitative Studien durchgeführt, um die Bewegtbildnutzung der Kinder zu untersuchen. Die Untersuchungsfragen lauteten unter anderem:

  • Wie gehen Kinder und Familien mit dem deutlich größeren Spektrum an Bewegbildquellen um?
  • Wie verändert sich ihr medialer Alltag und welche Nutzungsmuster bilden sich heraus?

 

Bewegtbildnutzung bei Kindern

Sechs- bis 13-jährige Kinder und ihre Mütter wurden dazu befragt. 71 Prozent der Kinder nutzen täglich das klassische Fernsehen, im Jahr 2018 waren es noch 82 Prozent der befragten Kinder. Somit ist eine rückläufige Entwicklung festzustellen. 30 Prozent der Kinder nutzen mindestens einmal die Woche zeitversetzte Formen des Fernsehens, wie zum Beispiel in Mediatheken oder Sender-Apps. Die Mehrheit der Befragten haben angegeben eher selten Pay-TV-Sender zu nutzen. Kostenlose Videoportale wie YouTube werden regelmäßig von der Mehrheit (74 %) besucht, auch Videos in Sozialen Netzwerken schauen sich ca. 40 Prozent an. Ein Viertel schauen sich regelmäßig Filme und Serie über kostenpflichtigen Anbietern wie Netflix, Amazon Prime und Maxdome an. Bei Kindern ab zehn nutzen Mediatheken und Sender-Apps seltener als die sechs- bis neun-Jährigen. 70 Prozent nutzen regelmäßig physische Datenträger wie DVD oder Blu-ray. Bei den Kindern zwischen sechs und neun Jahren sind Datenträger wichtiger als bei den Kindern ab zehn Jahren. Mit steigendem Alter nehmen Kinder die Bewegtbild-Vielfalt mehr in Anspruch und die Nutzungsintensität nimmt zu. Kinder können außerdem zu Hause zwischen dem eigenen Smartphone, Computer/Laptops, Smart-Fernseher und Tablets wählen.

Die Kinder wurden auch zur Nutzung einzelner Plattformen sowie Anbieter befragt. Dabei wurden nur Kinder befragt, die mindestens einmal im Monat Videos non-live und on-demand ansehen, was auf 83 Prozent zutrifft. Mit 79 Prozent ist YouTube die Plattform Nummer Eins. Fast ein Drittel ruft dort sogar täglich Videos ab, keines der ande-ren Angebote liegt auch nur annährend auf diesem Niveau. Die Mediatheken von KiKA und Super RTL haben bei den befragten Kinder ein Fünftel regelnmäßiger Zuschauer.  Netflix baut mit 25 Prozent regelmäßigen Nutzern seinen Vorsprung gegenüber dem Konkurrenten Amazon Prime (8 %) weiter aus, auch gegenüber dem deutschen Anbieter Maxdome (3 %).

 

Genres

Mädchen nutzen stärker als im Vorjahr und im Vergleich zu Jungen Styling-Videos/Tutorials sowie Videos über Kochen oder Essen auf YouTube und anderen Plattformen. Mit etwa einem Drittel schauen mehr Jungs als im Vorjahr Game-Videos und Nachrichten, vor allem auf YouTube. YouTube ist bereits bei den Sechs- bis Siebenjährigen sehr beliebt für lustige, kurze Clips und Musikvideos sowie für beste Stellen aus Fernsehsendungen/Filmen und Nachrichten; auf sehr niedrigem Niveau auch für Game- und Styling-Videos. Kinder ab zehn oder elf Jahren nutzen YouTube auchfür Comedy-Inhalte.

 

Nutzung der Drei- bis Fünfjährigen

Zur Nutzung der drei- bis Fünfjährigen wurden nicht die Kinder, sondern die Mütter befragt. Laut deren Angaben nutzen 72 Prozent der Vorschulkinder täglich lineares Fernsehen. 73 Prozent der Vorschüler nutzen DVD und Blu-ray mindestens monatlich. Auf kostenlose Videoplattformen, wie YouTube, greift immerhin ungefähr ein Drittel der Drei- bis Fünfjährigen mindestens monatlich zurück. Nur zwischen 1 und 6 Prozent der Vorschulkinder nutzen On-demand-Quellen täglich.

 

Weitere Informationen.


Zurück

In merz suchen

Volltextsuche

Ausgabe nach Jahrgang

Beiträge nach Medien

Kontakt

Redaktion

merz | medien + erziehung
Kati Struckmeyer
Arnulfstraße 205
80634 München

+49 89 689 89 120
+49 89 689 89 111
merz@jff.de

Verlag

kopaed verlagsgmbh
Arnulfstr. 205
D-80634 München

+49 89 688 900 98
+49  89 689 19 12
www.kopaed.de
info@kopaed.de

Rechtsträger

JFF – Jugend Film Fernsehen e. V.
Arnulfstraße 205
80634 München

+49 68 989 0
+49 68 989 111
www.jff.de
jff@jff.de

Herausgeber

Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

Kontaktformular

Kontaktformular