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JIM-Studie 2018

Auch zum 20 jährigen Jubiläum gibt die JIM-Studie einen Einblick in den Medienalltag von Jugendlichen in Deutschland und wirft einen Blick auf die Entwicklung der Studie seit 1998.

In den Ergebnissen für das Jahr 2018 zeigt sich der Smartphonebesitz der Jugendlichen mit 97 Prozent weiterhin unverändert. Der Besitz von Fernsehgeräten (2018: 50 %; 2017: 53 %) und auch Tablets (2018: 26 %; 2017: 29 %) geht hingegen leicht zurück.

Bei der Medienbeschäftigung in der Freizeit haben Smartphone-, Internet- und Musiknutzung weiter den höchsten Stellenwert, die Prozentwerte bleiben hier im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bei differenzierter Betrachtung der Online-Aktivitäten zeigt sich, dass sich die  Nutzung von Streaming-Diensten mit 62 Prozent nahezu verdoppelt hat (2017: 38 %). Auf klassisches Fernsehen  greifen nur noch knapp die Hälfte (49 %) der Jugendlichen zu. Das Interesse an linearem Fernsehen nimmt im Altersverlauf deutlich ab (12 bis 13 Jahre: 53%; 18 bis 19 Jahre: 41%) und wird mehr und mehr von der Plattform Netflix abgelöst, welche mittlerweile 47 Prozent nutzen, um Sendungen, Serien und Filme im Internet zu konsumieren (2017: 26 %), ebenso wie Amazon Prime (2018: 22 %; 2017: 15 %). Mit 60 Prozent dominiert YouTube allerdings weiterhin (2017: 52%) das Feld.

In der inhaltlichen Verteilung der Internetnutzung wird über die Jahre einen stetigen Rückgang von Kommunikation und Informationssuche deutlich, wobei die Bereiche Spiele mit 24 Prozent und Unterhaltung mit 31 Prozent weiter wachsen.

Im Schwerpunkt Information im Internet dominieren nach wie vor Suchmaschinen wie Google (2018: 87 %; 2017: 8 5%), aber auch YouTube-Videos werden von 60 Prozent der Befragten genutzt, um sich über Themen zu informieren (2017: 61%).

In Zeiten, in denen „Fake News“ kein Fremdwort mehr ist, ist auch das Vertrauen in Nachrichten ein relevanter Untersuchungsgegenstand der Studie. Das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit von Nachrichtenangeboten ist abseits der Online-Angebote am größten. Wo 84 Prozent der Tagesschau und den Tagesthemen und 77 Prozent der regionalen Tageszeitung vertrauen, ist dies bei Online-Nachrichten, wie Focus online und Spiegel online, nur bei gut der Hälfte der Befragten der Fall.

Für die aktuelle JIM-Studie wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren in ganz Deutschland telefonisch befragt. Die Studie wird seit 20 Jahren jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt.

www.mpfs.de

Lara Moritz


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