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Kinderleicht: Nachhaltigkeit lernen via Apps

Für den behutsamen Umgang mit Natur und Umwelt können bereits Kinder sensibilisiert werden. Apps können Kinder zusätzlich motivieren und unterstützen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu lernen.

Abfalltrennung spielend üben können Kinder mit der App ,Die Müll AG’ von Bunny & Gnome. Ziel des Spiels ist, Abfallsorten richtig zu trennen und somit den Planeten vor einem drohenden Müllberg zu schützen. Dafür müssen die auf dem Planeten lebenden Müllmonster mit den von den Kindern virtuell sortierten Abfällen gefüttert werden. Manchmal fällt es etwas schwer, die verschiedenen Gegenstände auf dem Müllförderband zu identifizieren und richtig zuzuordnen. Dann hilft ein Blick auf den sogenannten ,Mülldex’: Er erklärt nicht nur, um welchen Gegenstand es sich handelt, sondern auch, zu welcher Müllkategorie er gehört. Zudem erfahren Kinder, was mit dem Müll passiert: Wird er wiederverwertet oder verbrannt? Kinder können zudem auswählen, ob sie lieber im Modus ,Abenteuer’ Aufgaben lösen oder in der Variante ,Endlos’ ihren persönlichen Highscore zu schlagen versuchen. Die Bedienung der App ist insgesamt kinderfreundlich und der Aufbau übersichtlich. Allerdings sollten die Kinder bereits lesen können, um die zahlreichen Informationen und die Geschichte der Müllmonster zu verstehen. Die App ist daher für Grundschulkinder ab circa sieben Jahren empfehlenswert. Sie ist kostenlos, werbefrei und als Android- oder iOS-Version erhältlich.

Eine schön gestaltete App, die Kindern Wetterphänomene und Klima verständlich und einfach erklärt, ist ,Das ist mein Wetter – Meteorologie für Kinder’ von Urbn; pockets. Jede der dargestellten vier Jahreszeiten hält spannende Wetterphänomene bereit: Im Sommer erfahren Kinder beispielsweise, wie Gewitter entstehen. Im Bereich ,Klima’ gibt es Informationen zur Umlaufbahn der Erde oder den Klimazonen. Wird unter Einstellungen der Verwendung von Standortdaten zugestimmt, kann zudem das lokale Wetter bestimmt werden. Zu Spielbeginn können Kinder ihre eigene Spielfigur gestalten und wetterentsprechend ankleiden. Diese Figur führt durch das gesamte Lernspiel. Weil alle Texte mit einer (abwählbaren) Sprachausgabe unterlegt sind, eignet die App sich bereits für Kinder ab vier Jahren. Die App gibt es nur als iOS-Version für 2,99 Euro im App-Store.

Bei einem digitalen Waldspaziergang unterschiedliche Baumarten und Waldbewohner entdecken – all das ermöglicht die App ,Die Waldfibel’. Sie ist ein kostenloses Angebot des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dreh- und Angelpunkt der App ist die Illustration einer Waldlichtung. Dort finden sich unterschiedliche Waldtiere, wie beispielsweise Hirsch, Wildschwein, Specht oder Luchs. Auch unterschiedliche Baum- und Straucharten oder Pilze sind abgebildet. Klickt man ein Tier oder eine Pflanze an, gibt es dazu weitere Informationen. Bei den Tieren sind zum Teil auch Tierstimmen hinterlegt. Außerdem hält die App ein ,Baum-Spiel’, ein ,Wald-Quiz’ und eine ,Baumhöhenmessung’ bereit. Die ,Waldregeln im Überblick’ weisen auf das richtige Verhalten im Wald hin. Alternativ kann auch über das Menü navigiert werden. Diese Möglichkeit bietet sich aber eher für Erwachsene an. Grundsätzlich ist die werbefreie App geeignet für Kinder ab circa sechs Jahren, da man bereits lesen können sollte. Es gibt sie für Android und iOS. In-App-Käufe sind nicht möglich. Sämtliche Links des Kapitels ,Mehr’ führen ausschließlich auf Websites, die weiterführende Informationen zum Thema Wald haben. Sie sind zudem mit einer Kindersicherung in Form einer zu lösenden Quizfrage gesichert.

Die Stiftung Haus der Kleinen Forscher hat insgesamt fünf kostenfreie Apps entwickelt, die sich den Themen Strom und Energie widmen. Die interaktive Wimmel-App ,Energie ist überall’ eignet sich beispielsweise bereits für Erstklässler. Auf sechs unterschiedlichen Wimmelbildern finden sich zahlreiche interaktive Animationen und kleine Geschichten zum Thema Energie. So lernen Kinder unterschiedliche Energieformen und Umwandlungsprozesse kennen. In ,Katis Strom-O-Mat' wiederum können Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in unterschiedlichen Spielszenarien mittels Solarmodulen, einem Wind- und einem Wasserrad Strom erzeugen. Sie lernen, die Solarmodule nach dem Sonnenstand und das Windrad entsprechend der Windrichtung auszurichten. Bei Regen kann auch das Wasserkraftwerk Strom erzeugen – jedoch nur, wenn es eingeschaltet ist. Dabei stellen Kinder fest: Strom auf diese Weise zu erzeugen, ist manchmal gar nicht so einfach: In manchen Levels ändert sich das Wetter rasend schnell und so muss beispielweise das Windrad ständig neu ausgerichtet werden. Spannend ist auch die App ,ENERGIE SCHNITZELJAGD – Energie ist überall’: Sie ermöglicht eine Schnitzeljagd mit Tablets, bei der Teilnehmer*innen via QR-Codes interaktive Aufgaben zum Thema Energie gestellt werden. Alle fünf Apps wurden gemeinsam von Pädagog*innen und Gamedesigner*innen entwickelt und lassen sich online wie auch offline nutzen – am Tablet (Android und iOS) oder am Laptop/PC. Sie eignen sich besonders für den Einsatz im Schulunterricht. Erwachsene und/oder Lehrkräfte finden in jeweils beigefügten Leitfäden Tipps für die Lernbegleitung und zur Unterrichtsgestaltung.

 

Ulrike Emlinger


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