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Cornelia Pläsken: Eine Geschichte über das Leben und Sterben

    Zur Person

    Mary ist zwölf Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Dublin. Sie ist ein sehr eigensinniges Mädchen, das oft etwas vorlaut und starrköpfig, aber gleichzeitig neugierig und liebenswert ist. Zurzeit hat sie es alles andere als leicht. Bis vor ein paar Tagen wohnte ihre beste Freundin Eva noch neben ihr, doch deren Familie ist in einen anderen Teil von Dublin gezogen, weshalb Mary sehr traurig ist. Außerdem liegt ihre geliebte Großmutter Emer sterbenskrank im Krankenhaus. Auf dem Heimweg begegnete ihr eine etwas altmodisch bekleidete Frau, die sie kaum bemerkt hatte. Das Eigenartige daran war, dass die Frau Mary an ihre Großmutter erinnert. Die beiden unterhielten sich kurz, doch Mary wollte nach Hause gehen. Im Vorbeigehen sagte die Frau noch zu ihr, dass sie ihrer Großmutter sagen solle, dass alles ganz wunderbar werden würde. Daraufhin verabschiedete sich die eigenartige Frau. Mary war etwas ängstlich, aber bei Weitem nicht so sehr wie sie es hätte sein sollen, denn sie hatte im Gespräch ihre Großmutter und das Krankenhaus nicht erwähnt. Daheim angekommen erzählte Mary ihrer Mutter Scarlett fröhlich von der neuen Nachbarin, die sie auf der Straße kennengelernt hat. Nach dem Essen machten sie sich, wie jeden Tag seit fünf Wochen, auf in das Krankenhaus, um ihre Großmutter zu besuchen. Mary mochte das Krankenhaus überhaupt nicht, aber sie liebte ihre Oma, weswegen sie jeden Tag mitkam. Mary und ihre Großmutter hatten eine ganz besondere Beziehung zueinander. Deswegen war es vor allem beängstigend für Mary, dass ihre Oma schon so schwach war und nicht immer ihre Augen offen halten konnte. Als sie nach dem Besuch zu Hause ankamen ging Mary ins Bett.Als sie gerade versuchte einzuschlafen und nur noch ein letztes Mal aus dem Fenster sah, erblickte sie, auf dem Fensterbrett sitzend, die Frau von der Straße.

    Nun war Mary neugierig und wollte wissen, wie denn ihr Name sei. Sie stellte sich vor und sagte, dass ihr Name Tansey sei. Die beiden unterhielten sich wieder eine Zeit lang. Tansey erkundigte sich nach Marys Großmutter und wollte wissen, ob Mary ihr es ausgerichtet hätte. Sie hatte es vergessen, aber sie versprach, dass sie es das nächste Mal ausrichten würde. Am nächsten Tag beim Essen erzählte Mary ihrer Mutter wieder von der altmodisch gekleideten Frau. Als sie Scarlett gegenüber den Namen der Frau erwähnte, reagierte sie etwas irritiert, da ihre Großmutter ebenfalls so hieß. Scarlett erzählte ihrer Tochter daraufhin, dass ihre Urgroßmutter früh an der Grippe gestorben sei und ihre Großmutter damals noch sehr jung war. Marys Mutter wurde neugierig und beschloss, dass sie diese Tansey kennenlernen will. Als die beiden am nächsten Tag auf dem Rückweg vom Krankenhaus waren, war es soweit. Zu Hause angekommen kam den beiden wie aus dem Nichts Tansey entgegen. Scarlett bemerkte recht schnell, dass Tansey ihre Großmutter ist. Das machte Mary etwas Angst und gleichzeitig wurde sie neugierig, weil sie wissen wollte, wie das nur möglich sein konnte, wenn sie doch schon seit Ewigkeiten tot ist. Tansey erklärte den beiden, dass sie ein Geist sei. Sie erzählte ihnen außerdem, dass sie ihre Tochter Emer gerne noch einmal sehen würde, da Emer sie jetzt braucht.

    Nach einer langen Unterhaltung über Geister und Alltägliches beschlossen die drei ins Krankenhaus zu fahren. Da Tansey als Geist nicht einfach in das Krankenhaus reinspazieren konnte, da sie im Licht durchsichtig werden würde und so alle Menschen im Krankenhaus sich erschrecken würden, gingen Mary und Scarlett erst alleine hinein. Scarlett überredete einen Arzt, dass sie Emer für einen kleinen Ausflug aus dem Krankenhaus holen durften. Emer, die von all dem noch nichts wusste, war überrascht, hielt die beiden für etwas verrückt und war mit der Idee letztendlich aber einverstanden. Im Auto setzte Scarlett Marys Großmutter auf die Rücksitzbank zu Tansey. Nach einigen Augenblicken kam es Emer langsam, wer da wirklich neben ihr saß, doch sie schien komischerweise nicht sonderlich überrascht. Gemeinsam beschlossen die vier einen Ausflug zu dem alten Hof zu machen, auf dem Emer und Tansey einst gewohnt hatten. Dies sollte eine spannende und schöne Reise in die Nacht werden, bei der sie das erste und letzte Mal zu viert unterwegs sind.Die Themen Sterben und Tod sind alles andere als leichter Stoff – besonders für Kinder, die noch keine Erfahrungen damit gemacht haben.

    In Mary, Tansey und die Reise durch die Nacht wird allerdings eine Geschichte erzählt, die es schafft, einem die Angst vor diesen Themen Stück für Stück zu nehmen. Die Tragikomödie führt die Hörerin oder den Hörer behutsam an den Tod heran. Mithilfe von Rückblenden in das Leben jeder einzelnen Frau bekommt man als Zuhörerin und Zuhörer eine bildhafte Vorstellung des Lebens und der Umstände in der Geschichte. Behutsam und mit viel Gefühl beschreibt die Erzählerin den Sterbensweg von Marys Großmutter Emer. Dabei steht der Geist ihrer Urgroßmutter Tansey allen helfend beiseite und versucht ihnen die Angst vor dem Sterben und dem Tod zu nehmen. Besonders diese Figur sticht ins Auge, da sie in schweren Zeiten für Zusammenhalt sorgt und vermittelt, dass es völlig in Ordnung ist seine Gefühle zu zeigen, wenn man nur weiß, dass man seine Trauer irgendwann überwinden muss und das Leben weitergeht. Auf authentische und detailorientierte Weise wird die humorvolle und gleichzeitig etwas traurig stimmende Geschichte erzählt, die – abgesehen vom Geist der Urgroßmutter – eine realitätsnahe Situation darstellt, mit der sich möglicherweise vereinzelte Kinder und Jugendliche identifizieren können.

    Mary, Tansey und die Reise in die Nacht wurde mit dem AUDITORIX Hörbuch-Siegel 2013/2014 ausgezeichnet. Die humorvolle und gleichzeitig nachdenkliche Geschichte der vier Frauen wird innerhalb von 261 Minuten auf drei Audio-CDs von Regina Lemnitz erzählt. Geeignet ist das Hörbuch für Kinder ab zwölf Jahren, weil die Themen Sterben und Tod eine große Rolle innerhalb der Erzählung spielen. Dennoch ist die Geschichte mit einer angemessenen Prise Humor und Optimismus gewürzt, so dass auch Erwachsene ihre Freude an dem Hörbuch finden können.

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    Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
    JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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