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Hans-Bernd Brosius: Die pädagogische Perspektive

    Zur Person

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    Interdisziplinärer Diskurs

    Medien vor 60 Jahren – Medien heute. Da ist vieles gleich geblieben und doch irgendwie alles ganz anders. Wir sind vernetzt, online und mobil, Medien sind immer und überall – und aus keinem Lebensbereich und keiner (humanwissenschaftlichen) Disziplin wegzudenken. merz, seit 60 Jahren Forum der Medienpädagogik, nimmt ihren Geburtstag zum Anlass, um dies im interdisziplinären Horizont zu erörtern. Wir fragten Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Disziplinen: Was macht den Mehrwert medienpädagogischer Forschung und Praxis in der zunehmend mediatisierten Gesellschaft aus?

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    Wenn man Medien denkt, meint man zwangsläufig auch Kommunikation. Im Spannungsfeld von Medien und Kommunikation tummeln sich zahlreiche sozial- und geisteswissenschaftliche Disziplinen, jeweils mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen dessen, was eigentlich Medien und Kommunikation sind bzw. was die Besonderheit des jeweiligen fachlichen Zugangs ausmacht. Damit wären Medien und Kommunikation ein Paradebeispiel für ein interdisziplinär zu bearbeitendes Forschungsfeld, in dem sicherlich auch die Medienpädagogik eine zentrale Rolle spielen kann. Die Betonung liegt auf ‚wäre‘!Wenn man die vergangenen merz-Ausgaben Revue passieren lässt, dann fällt eine ungemeine Breite von Themen auf, die auf eine vage Vorstellung des Medienbegriffs und dessen Grenzen schließen lässt. Das ist nicht untypisch für kommunikationswissenschaftliche oder medienwissenschaftliche Zeitschriften. Ob man ein Gerät, einen Inhalt, eine Institution oder ein gesellschaftliches Äquivalent für Öffentliche Meinung meint, ‚Medien‘ sind ein kümmerlicher gemeinsamer Nenner. Dadurch dass ‚Medien‘ in jeder pädagogischen, psychologischen, informatorischen, kommunikationswissenschaftlichen, geisteswissenschaftlichen Zeitschrift in jedweder Breite vorstellbar sind, machen sich alle Zeitschriften letztlich überflüssig, da kein erkennbarer Mehrwert einer einzelnen im Vergleich zu den anderen mehr erkennbar ist.Der Beitrag von merz für die ‚mediatisierte Gesellschaft‘ wird also genau darin bestehen, die pädagogische Perspektive im Blickfeld zu behalten und nicht ein Wirrwarr von Beiträgen anzubieten, die in der einen oder anderen Perspektive den einen oder anderen Blickwinkel auf die ‚Mediengesellschaft‘ – was immer das auch sein soll – werfen. Pointiert disziplinäre Facetten auf eine interdisziplinär amorphe Masse werden die Strahlkraft einer Zeitschrift stärken. Damit wünsche ich Erfolg und Ruhm!

    Dr. Hans-Bernd Brosius ist Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung sowie Dekan der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Schwerpunkte sind Mediennutzung, Medienwirkung und Methoden der empirischen Sozialforschung.

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    JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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