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Postdigitale Zukünfte gestalten

Wie und von wem werden unsere postdigitalen Zukünfte gestaltet? Sind Bildungszukünfte angesichts ihrer inhärenten Ungewissheit überhaupt gestaltbar? Wie erwarten wir, dass Design unsere sozialen Welten neu konfiguriert? Bei der Gestaltung von Technologie geht es immer schon darum, inhärent politische und affektive soziotechnische Zukunftsbeziehungen zu schaffen. Diese können auf ‚große Zukünfte‘, dh radikale Brüche und Epochenwechsel, oder ‚kleine Zukünfte‘, emergente Prozesse in banalen Alltagspraktiken hinweisen. In diesem Sinne hat ‚Design‘ viele Bedeutungen. Es kann als professionelle Praxis angesehen werden, aber auch als Wissenspraxis, als ontologische Praxis, als etablierte Praxis, die Ausschlüsse reproduziert, eine kollektive Praxis, die neue Zukünfte eröffnet, die Autorität in Frage stellen, eine spekulative Praxis und eine Praxis der kreativen (Wieder-)Aneignung und Neugestaltung durch Gebrauch. Mit ‚postdigital‘ positionieren wir dieses Sonderheft ‚nach‘ dem Hype um digitale Lösungen. Stattdessen lädt es zur Kritik der Annahmen ein, die in vielen Schriften über das Digitale eingebaut sind, und untersucht die ‚Schlammigkeit‘ der Praxis. Diese Sonderausgabe zielt darauf ab, Gespräche über Design und Bildungszukunft zu eröffnen. Eine spekulative Praxis und eine Praxis der kreativen (Wieder-)Aneignung und Neugestaltung durch Nutzung. 

Da ‚Designpraxis‘ und ‚Zukunftsgestaltung‘ eine so zentrale Rolle in den heutigen Diskussionen über Bildung und Technologie (EdTech) einnehmen, besteht ein dringender Bedarf, die soziotechnischen Imaginationen, Designvorschläge und gelebten Erfahrungen rund um diese Themen zu erforschen. Theoretische Arbeiten müssen sich beispielsweise mit dem in diesem Feld angelegten Widerspruch auseinandersetzen, wenn Bildung als gestaltet (Teaching, Edtech) und doch unbestimmt (Lernen, Wachsen) verstanden wird. Wir brauchen eine empirisch fundierte Arbeit zu den Zukunftskämpfen, wenn Initiativen um das Recht auf Gestaltung von Bildungszukünften wetteifern, mit alt-rechten, linken, progressiven, ökologischen und effizienzorientierten Vorschlägen für das, was jeweils als ‚machbar‘ und/oder wünschenswert priorisiert wird pädagogische Zukunft. Ein Schlüsselmoment bei der Gestaltung (postdigitaler) Zukünfte ist Kollaboration und Partizipation:

Wir sind an Vorschlägen interessiert, die sich beispielsweise auf Designtheorie, Bildungstheorie, dekoloniale Ansätze, STS, HCI, kritische Daten-/Algorithmusstudien oder historische Analysen stützen, um zu laufenden kritischen Debatten über Design, Bildung und Vorstellungen über unsere postdigitale Zukunft beizutragen . Mögliche Themen von Interesse umfassen, sind aber nicht beschränkt auf:

  • Problematisierung von Design: Wenn ‚Design‘ kein geradliniger Begriff ist, was sind dann die Bedingungen für die Möglichkeit von Design? Wo ist Design angesiedelt: in Prozessen der Technogenese, in Artefakten oder im Gebrauch? Wessen Design gilt als am gültigsten oder wertvollsten? Welche (hegemonialen) Kämpfe um Design lassen sich beobachten? Welche Rolle spielen Reparatur, Wartung oder Verwaltung im Design?
  • Design historisieren: Wie verschränken sich lokale, translokale oder verbundene Designgeschichten an der Schnittstelle von Bildung und Technologie mit vergangenen Zukünften? Wie hat sich die Vorstellung, dass Zukünfte gestaltet werden können (oder dass Beziehungen oder Bildung gestaltet werden können), im Laufe der Zeit zu einer Selbstverständlichkeit entwickelt? 
  • Design theoretisieren: Was nehmen wir unter Design an? Was ist Design, wenn es keine Lösungen findet? Wer gilt als Designer? Wann ist Design? Wo sind die Grenzen des Designs? Wo trifft Design auf Technik oder Gestaltung ? Wie verträgt sich Design mit der Unbestimmtheit und dem Durcheinander der Bildung? Wer oder was hat Macht in Designprozessen?
  • Verantwortung und Gestaltung: Wer übernimmt Verantwortung in der (partizipativen) Gestaltungspraxis? Wem wird die Verantwortung übertragen? Was sehen wir als gestaltbar an? Wie verhält sich Design zur Problemlösung? Wie partizipieren Pädagogen und Bildungsforscher an der technologischen Entwicklung? Wie begrenzt oder öffnet die Politik Design?
  • Offenheit und Gestaltung: Was bedeutet es, wenn Bildung als Offenhalten der Differenz zwischen Technik und Praxis verstanden wird? Wie formt/fordert die Gestaltung offener Bildungsressourcen Bildung als Gemeingut zurück? 
  • Industriedesign : Selbst wenn wir Design als ontologisches Design konzeptualisieren, bevorzugt das Schreiben über Design dennoch Industrie- oder kommerzielles Design? Welche gesellschaftlichen Prozesse führen dazu, dass welche Entwürfe die pädagogische Praxis dominieren? Wie zielen kritische Auseinandersetzungen mit Industriedesign in kapitalistischen Kontexten darauf ab, Bildung neu zu gestalten?

 

Gastredakteure 

Felicitas Macgilchrist (Leibniz-Institut für Bildungsmedien und Universität Göttingen), Juliane Jarke (ifib & ZeMKI, Universität Bremen), Heidrun Allert (Universität Kiel), Teresa Cerratto-Pargman (Universität Stockholm). Wenden Sie sich gerne an Felicitas Macgilchrist , um Ihren möglichen Beitrag zu besprechen. 

 

Wichtige Daten

30. Oktober 2022 – Deadline für Abstracts mit 700 Wörtern

15. November 2022 – Autoren benachrichtigt und eingeladen, vollständiges Manuskript zu schreiben

31. März 2023 – Abgabetermin für vollständige Manuskriptentwürfe

15. Mai 2023 – Frist für Gutachter-Feedback

1. August 2023 – Frist für die endgültige Einreichung überarbeiteter Artikel

 

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Herausgeber*in

Kathrin Demmler | Prof. Dr. Bernd Schorb
JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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