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Print vs. digital – der CO2-Fußabdruck der merz

Nachhaltigkeit steht im Fokus unserer neuen merz-Ausgabe ‚medienBildung für nachhaltige Entwicklung‘ und im Zuge dessen hatten wir in der merz-Redaktion anfangs die tolle Idee, dass wir doch diese Ausgabe rein digital herausbringen könnten. Unser Gedanke war dabei, Ressourcen einzusparen, die beim Druck der merz verbraucht werden. Aber dann wurden wir belehrt, dass digital nicht zwangsläufig klimaneutraler ist.

Hier ein paar spannende Fakten, auf die wir bei unserer Recherche gestoßen sind:

Im Durchschnitt ist die Gesamtumweltbelastung beim elektronischen Lesen eher ein wenig geringer als beim Papier. Beim Lesen elektronischer Medien fallen etwa 14 kg CO2 jährlich an, während die Zeitungslektüre in etwa die doppelte Menge generiert. Das gilt insbesondere dann, wenn man einen eBook-Reader benutzt, der viel weniger Strom verbraucht als etwa ein Computer, Smartphone oder Tablet. Außerdem macht es beim Herunterladen der digitalen merz auf das Gerät auch einen großen Unterschied, ob sie über das Handynetz (UMTS) oder über Kabel oder WiFi heruntergeladen wird. Das Handynetz hat einen deutlich höheren CO2-Ausstoß, wodurch dann ein Print-Exemplar wieder besser abschneidet. Apropos: Ist ein Exemplar einmal gedruckt, kann es beliebig lange emissionsfrei gelesen werden und da die merz im medienpädagogischen Bereich oft als Nachschlage-Heft zu bestimmten Themen genutzt wird, landen die Hefte meistens im Regal unserer Leser*innen und werden nicht nach einmaliger Lektüre entsorgt. Auch die Lesedauer der merz relativieren die CO2-Bilanz zwischen digitalem und Print-Heft wieder: Ab einer halben Stunde Lesen oder wenn mindestens drei Personen eine merz lesen, empfiehlt es sich, die gedruckte Variante zu bevorzugen. Bei der gedruckten merz fällt – außer vielleicht für die Leselampe – kein weiterer Energieverbrauch an, wohingegen die Umweltbelastung beim elektronischen Lesen mit zunehmender Dauer ansteigt.

Good to know: Je mehr man liest, desto ökologischer ist der E-Reader. Man stelle sich vor, jemand lese nur ein einziges Buch – da wäre es natürlich unsinnig, dafür extra ein elektronisches Lesegerät zu kaufen. Liest sie*er hingegen hundert Bücher oder Zeitschriften, so ist die elektronische Variante besser, denn hundert Papierbücher und Print-Hefte verbrauchen viel mehr Ressourcen als ein einziger Reader. Die Schwelle, wo die Ökobilanz kippt, liegt je nach Studie irgendwo zwischen 5 und 60 Büchern. Die Abonnent*innen der merz wären also mit den sechs Ausgaben im Jahr auch schon unter den Vielleser*innen.

 

Unsere Quellen:

https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/6106-rtkl-das-gruene-gewissen-was-ist-umweltvertraeglicher-online-oder-print

https://www.greenpeace.ch/de/hintergrund/44410/online-vs-papier-zahlen-und-fakten/

https://weblog.medienwissenschaft.de/archives/23413


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