Inhalt
aus dem Heft: 2007/5: Bildung - Partizipation - Medien
in der Rubrik: publikationen
Bentele, Günter/Brosius, Hans-Bernd/Jarren, Otfried (Hg.) (2006). Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft. Hans-Bredow-Institut (Hg.) (2006). Medien von A bis Z.
Bentele, Günter/Brosius, Hans-Bernd/Jarren, Otfried (Hg.) (2006). Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft. Hans-Bredow-Institut (Hg.) (2006). Medien von A bis Z.
Kürzlich haben zwei Autorenteams Lexika zum Themenfeld Medien, Kommunikation und Öffentlichkeit vorgelegt: eines versammelt von Günter Bentele, Hans-Bernd Brosius und Otfried Jarren, das andere bestehend aus Beiträgen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hamburger Hans-Bredow-Instituts. Beide Bände sind ähnlich angelegt und konkurrieren um eine ähnliche Leserschaft. Sie wollen den aktuellen Wissensstand der Kommunikations- und Medienwissenschaft in zentralen Stichworten darstellen und dabei eine inhaltliche Kompetenz und verlässliche Expertise bieten, wie sie Wikipedia et-cetera nicht immer garantieren können.
Das "Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft" von Bentele et al. soll das 2003 er-schienene Handbuch "Öffentliche Kommunikation" ergänzen und als Nachschlagewerk für das gesamte Lehr- und Forschungsgebiet der Kommunikations- und Medienwissenschaft dienen. Zu diesem Zweck haben fast 100 Autorinnen und Autoren eine Vielzahl von Stichworten erarbeitet.
Die präsentierten Themen und Gegenstände umfassen grundlegende Begriffe wie "Lesen" ebenso wie Informationsträger ("Buch", "Schallplatte"), kommunikationswissenschaftliche Theorien ("Schweigespirale"), medienwirtschaftliche Begriffe ("meritorisches Gut") oder Medieninstitutionen ("RTL Television"). Diese werden zwar knapp, aber nicht unzulässig verkürzt, sondern sehr präzise und kompetent dargestellt. Verweise innerhalb des Lexikons machen es zudem möglich, sich auch zusammenhängende Sachgebiete zügig zu erschließen.
Die Autorinnen und Autoren verweisen vorsorglich darauf, dass die schnelle Entwicklung des Mediensektors künftig mit Sicherheit Ergänzungen notwendig machen werde und betrachten das "Lexikon" als fortlaufend zu überarbeitendes Projekt. Angesichts der Qualität des jetzt vorgelegten Bandes dürfte man dies aber geruhsam angehen können: Für die nächsten Jahre kann – und sollte – man auf diese Veröffentlichung als Standardwerk zurückgreifen.
Das Lexikon des Hamburger Hans-Bredow-Institutes enthält deutlich weniger, nämlich ca. 150 Einträge, die dafür umfassender beschrieben werden. Ziel sei es, so Uwe Hasebrink im Vorwort, in einfacher Sprache, aber dennoch inhaltlich umfassend den "schillernden Gegenstandsbereich" (S. 9) Medien darzustellen.
Den erklärten Stichworten liegen 13 medienverwandte Themenfelder zugrunde: Es geht um rechtliche und politische Aspekte (unter anderen um "Medienfreiheit", "Jugendschutz" und "Datenschutz"), Journalismus (unter anderen mit "Nachrichtenauswahl", "Boulevardberichterstattung" und "Lokalberichterstattung"), Medienpädagogik (unter anderen mit "Medienkompetenz" und "Mediendidaktik"), Mediennutzung, -inhalte und -wirkungen, Methoden der Medienforschung und internationale Mediensysteme.
Der Gesamteindruck ist auch bei diesem Band positiv: Die Einträge fußen nahezu durchweg auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Literatur und werden kompetent und verständlich erklärt. Teilweise werden grundlegende Statistiken in Tabellen mitgeliefert. Weiterführende Literaturverweise machen es zudem möglich, tiefer in die Materie einzusteigen.
Einzelne Punkte müssen aber kritisiert werden. Einerseits sind einige Einträge nicht vollständig: Bspw. wird zum Thema "Öffentlichkeit" Jürgen Habermas ebenso wenig erwähnt wie andere normative Öffentlichkeitstheoretiker, und die Beschreibung der inhaltsanalytischen Methode beschränkt sich auf quantitative Verfahren. Andererseits sind einzelne Themen ungewöhnlich etikettiert und damit schwer zu finden. So gibt es einen Eintrag zur "ProSiebenSat.1 Media AG", aber keinen zum Konkurrenten RTL – der findet sich unter "Bertelsmann AG". Das ist inhaltlich korrekt, irritiert jedoch. Gleiches gilt für PC- und Videospiele, die unter "Bildschirmspiele" zusammengefasst sind. Ein Index wäre an dieser Stelle hilfreich gewesen, fehlt allerdings. Insgesamt bietet also auch das Buch des Hans-Bredow-Instituts einen lohnenden ersten Einstieg in medien- und kommunikationswissenschaftliche Themen und Gegenstände. Aufgrund der inhaltlichen Vielfalt und letztlich auch aus inhaltlicher Sicht ist das "Lexikon Kommunikations- und Medienwissenschaft" als Nachschlagewerk aber vorzuziehen.
Zusatzinformationen
news
alle news
Praktikum bei merz
Akustische Postkarten zum Thema Menschenrechte
International Computer and Information Literacy Study (ICILS)
Schriftstellerinnen entdecken!
Ohrka.de - das Hörportal für Kinder
termine
alle termine
19.06.13 bis 23.06.13
The Whole Earth – Stories of Tools
20.06.13 bis 21.06.13
DOKVILLE 2013
21.06.13 bis 23.06.13
Bundesfestival Video 2013
So, 23.06.13
Internationale Kinder- und Jugendbuchwochen 2013 vom 8. bis 23. Juni 2013
So, 23.06.13
Musik-Video selber machen: Tanzen, Drehen, Schneiden
ausschreibungen
alle ausschreibungen
Fr, 21.06.13
interfilm Festival
Fr, 21.06.13
Partnerschulen gesucht? Jetzt für europäische Seminare anmelden
Fr, 28.06.13
Kinopreis 2013
Sa, 29.06.13
Wettbewerb für Jungredakteure und Volontäre - Logistik im Mittelpunkt
So, 30.06.13
Call for Papers: Politische Gestaltung von Medienstrukturen
Merz | medien + erziehung